Geschichte von Ichenheim |
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Die erste echte geschichtliche Nennung Ichenheims liegt aus dem Jahr 1066 vor, als in einer Gründungsurkunde des Klosters Eschau, südlich von Straßburg , auch zwei Höfe zu Ichelenheim als dessen Besitz angehen wurden. Ichenheim hat also um dieser Zeit schon bestanden. Als erste schriftliche Erwähnung des Ortes galt bisher eine Urkunde eines elsässischen Grafen der im Jahr 902 seinen Besitz in Ichinhen, dem im südlichen Schwarzwald gelegenen Kloster St. Trudbert schenkte. Die Urkunde war allerdings eine Fälschung aus späterer Zeit dem 13. Jh. Denn die erste geschichtliche Erwähnung eines Ortes in dieser Zeit, in der ohnehin nicht viel geschrieben wurde, sagt nichts über das tatsächliche Alter. Die Siedlungsgeschichte hat nachgewiesen, dass die meisten Orte mit der Endsilbe -heim der fränkischen Aussiedlungspolitik entstammen, die ab dem Jahr 536 vom Elsass herkommend auf das Gebiet der Ortenau übergriff und die Gegend planmäßig zu besiedeln begann. Die Entstehung der Ortenauer -heim- Orte und somit auch Ichenheim ist deshalb seit dem 6. Jahrhundert anzunehmen.
Das Patronat d.h. das Recht der Besetzung der Pfarrei und des Einzuges der Zehntabgabe erhielt in einer päpstlichen Bulle das Kloster Gengenbach zugesprochen. Zu diesen Verpflichtungen kamen dann noch die Steuern für die politischen Herrschaften, die auch nicht gering waren. Ichenheim gehörte wie die andern Riedorte anfangs zur Herrschaft Mahlberg, die dann aber Walter I. von Geroldseck 1250 wahrscheinlich mit Gewalt an sich brachte. Als die Linie Lahr-Mahlberg mangels männlicher Nachkommen ausstarb, fiel die Herrschaft ans Reich zurück. Kaiser Sigismund gab sie daraufhin 1426 dem Grafen zu Mörs-Saarwerden, so dass auch Ichenheim unter fremde Herrschaft geriet. Doch damit war der Herrschaftswechsel noch nicht zu ende. Die beiden Grafen kamen in finanzielle Schwierigkeiten und mussten den halben Teil ihrer Herrschaft Lahr-Mahlberg an die Markgrafen von Baden-Baden verkaufen. Jetzt beherrschten zwei Herrschaftshäuser die Gegend gemeinsam (1477) Durch Erbteilung ging Ichenheim 1629 wieder an die Mahlberger bevor diese 1771 mit dem Haus Baden-Baden 1771 an die Markgrafschaft Baden-Durlach fiel, die schließlich nach der Säkularisation 1806 im Großherzogtum Baden aufging. Ehemalige Siedlungen bei Ichenheim Der Ottenweierhof ist eine Restsiedlung des damaligen Hotenwilr wo nach dem Güterbuch des Kloster Schuttern 1368 dreizehn Familien wohnten. Das einzige erhaltene Hofgut der Ottenweierhof 1814 vom Lahrer Tabakfabrikanten Carl Freiherr von Lotzbeck erworben, dessen Nachkommen es 1910 an die Gemeinde Ichenheim mit einer Gesamtfläche von 108 ha verkauften. Nördlich davon stand an der Schutter die Burg Blankenmoos die seit dem 15, Jahrhundert verschwunden ist und einen eigenen Bann hatte. Nicht viel anders erging es dem ehemaligen Weiler Fastolfsweier, an der südlichen Gemarkungsgrenze gegen Kürzell gelegen, der 1148 erstmals genannt wurde. Das kirchliche Geschehen In dieser Zeit wurden die Evangelischen Bürger Ichenheim von auswärts betreut. Die katholische Gemeinde wurde von 1677 -1803 von Mönchen des Klosters Gengenbach betreut Im Jahr 1765 erhielt die evangelische Gemeinde wieder die Erlaubnis einen Pfarrer zu halten. Wenig später wurde ihr das Recht zugesprochen die katholische Kirche mitzubenutzen. Bald entschlossen sich beide Gemeinden die alte gotische Kirche abzureißen und gemeinsam eine neue zu bauen. Der Neubau wurde 1819 begonnen, wobei der gotische Turm im Kern erhalten blieb. Am 29. Juli 1960 wurde in einem Vertrag mit der politischen Gemeinde das Simultanverhältnis aufgelöst . Ein denkwürdiger Tag war der 26. Mai 1963 . an dem die neu errichtete Evangelische Auferstehungskirche und die neu renovierte jetzt katholische Pfarrkirche St. Nikolaus eingeweiht werden konnten. Ein trauriges Kapitel sind die Glaubenskämpfe, die im Dreißigjährigen Krieg gipfelten und auch unsere Gegend durch Zerstörung , Brandschatzung, Raub und Plünderung heimsuchten. Die Bevölkerung flüchtete in die umliegenden Wälder, um sich vor Mißhandlungen zu schützen. Schreckliche Armut, Hungersnot und Seuchen waren die Folgen. Der Friede von 1648 brachte nur kurze Zeit Ruhe In den Jahren zwischen 1672 und 1678 tobte der holländische Rachekrieg in dem Ichenheim zusammen mit den umliegenden Orten von französischer Hand zerstört wurde. Ebenso brachte knapp 30 Jahre danach der spanische Erbfolgekrieg Verwüstung und grausame Zerstörung. Wirtschaftliche Verhältnisse und heutige Entwicklungen |
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