Holzerntesaison 2025/26
Wertholz-Submission
Alle Jahre wieder beteiligen wir uns mit unseren wertvollsten Stämmen des Wintereinschlags an der Offenburger Submission. Dieses Jahr waren im ehemaligen Munitionslager im Offenburger Stadtwald rund 1500 Festmeter (fm) aus diversen Kommunal- und Privatwäldern des Ortenaukreises im Angebot. Interessiert mit einer Angebotsabgabe waren 22 Kunden aus Deutschland, Frankreich und Österreich. Für die Waldbesitzer wurden gute bis sehr gute Preise erzielt: Im Durchschnitt erlöste die Stieleiche 610 €/fm, die Traubeneiche 525 €/fm, die Roteiche 208 €/fm und auch die Esche war trotz krankheitsbedingt sinkendem Angebots mit 244 €/fm im Schnitt sehr gut beboten.
Während im Meißenheimer Gemeindewald dieses Jahr kein Wertholz anfiel, konnten wir aus dem Neurieder Wald aufgrund des Eschentriebsterbens 110 fm submittieren. Eine einzige Stieleiche aus dem Altenheimer Wald war dabei und sie wurde die „Braut“ der Versteigerung, der teuerste Stamm: 11500 € erlöste die 14 m lange Eiche mit dem Volumen von 5,7 fm, also über 2000 €/fm!
Ein bisschen Stolz dürfen wir sein auf unseren Wald, der nicht nur ein schöner Erholungsraum und ein Hort der Biodiversität ist, sondern auch den stets nachwachsenden, genialen Rohstoff Holz in einer solchen Wertigkeit beherbergt.
Diese Eiche war rund 200 Jahre alt und leider wahrscheinlich wegen des Trockenstresses der Dürrejahre 2018-2020+2022 absterbend. Das bedeutet, dass sich viele Förster- und Waldarbeitergenerationen um diesen Baum gekümmert haben. Waldpflege und Holzernte funktionieren nur im Generationenvertrag verantwortungsvollen Handelns. Gekeimt ist die Eiche in Napoleons Zeit!
Brennholz und Schlagraum
Die Holzerntesaison neigt sich dem Ende zu. Der Wald grünt, die Vögel singen. Bitte arbeiten Sie bis spätestens Samstag nach Ostern Ihre Brennholz- und Schlagraumlose vollends auf. Wir schließen dann auch die Waldschranken wieder ab.
Die Zuteilung der Schlagraumlose verfällt am Ende der Saison wie im Merkblatt beschrieben.
Auch Brennholzlose gehören jetzt raus aus dem Wald, da sie im Sommer von totholzbewohnenden Insekten zur Eiablage genutzt werden. Die Käferlarven leben zum Teil mehrere Jahre im Holz und fliegen nach ihrer Verwandlung wieder als Käfer aus. Sie sind Teil der Artenvielfalt und der Nahrungskette im Wald. Durch Überlagern von Brennholzpoltern wird dieser Zyklus unterbrochen. Außerdem liegen immer noch Polter im Hochwasserrückhalteraum. Der Polder Altenheim ist erst wieder voll einsatzbereit, wenn das Brennholz-lang abgefahren ist. Also: Ran ans Holz!
Der Winter war günstig für die Holzernte, nur der Februar war außergewöhnlich nass: gut für das Grundwasser, gut den Wald, schlecht für die Holzabfuhr. Die Rückegassen sind nach dem trockenen März in vielen Schlagräumen jetzt wieder befahrbar. Nutzen Sie die Gunst der Stunde!
Es gibt aber auch Gassen, in denen immer noch das Wasser steht. Bitte befahren Sie diese Gassen jetzt nicht mehr, da die nassen Fahrspuren bereits teilweise mit Amphibienlaich belegt sind. Im August/September kann dort wieder abgefahren werden bei meist trockenen Bedingungen und ökologisch unbedenklich.
Die Gelbbauchunke legt ihre Eier einzeln oder in kleinen Klümpchen am Grund von frischen Fahrspuren ab. In diesen Minigewässern gibt es keine Fressfeinde für die Kaulquappen.
Das ist KEIN Aprilscherz.
Das Zeitmanagement der Holzabfuhr ist auch Teil unserer naturnahen Waldbewirtschaftung.
Es ist auch DEIN Wald der Artenvielfalt!
Herzliche Grüße aus dem tönenden Frühlingswald
Ihr Förster Gunter Hepfer
Mob.: 0176-11979722
Brennholz-Submission-Pflanzaktionen
FORSTREVIER
Brennholz
Wir pflegten Tradition bei unseren Brennholzauktionen im Wald. Bei bestem Wetter versteigerten wir in unserem Gemeindewald das Brennholz aus dem diesjährigen Wintereinschlag. Nach einer vom Wetter begünstigten Holzernte waren nochmals Eschen aus Schadholzhieben, Ahorn mit Klimaschäden und Roteichen/Ahorn aus Durchforstungen im Angebot. Die Nachfrage ging gegenüber den Vorjahren um rund ein Drittel zurück.
Info an alle Käufer: Wer an der Versteigerung kein Merkblatt mitgenommen und sich in die Liste eingetragen hat möge bitte das Merkblatt von der Homepage herunterladen und das Unterschriftenblatt ausgefüllt an info(@)neurieder-wald.de senden oder auf dem Bürgerbüro abgeben.
>Bitte arbeiten Sie die Brennholzpolter zeitnah auf. Termin ist bis Ostern.
>Lagern Sie Ahorn-, Birken- und Buchenholz nicht im Freien, sondern unter Dach im Holzschopf damit es seinen optimalen Brennwert behält.
Auch der gesellige Teil kam bei unseren Versteigerungen nicht zu kurz. Einen herzlichen Dank nochmals an die Waldwirte vom Aldner Rathausteam, Ichener Ortschaftsrat und Missner Obst- und Gartenbauverein.
Im Nachverkauf von einigen Restlosen via Telefon, E-Mail, Whatsapp und GoogleMaps wurde uns wieder bewusst wie unbürokratisch doch unsere Brennholzversteigerungen ablaufen. Alle Welt spricht über Abbau von Verwaltungsaufwand und Entbürokratisierung. Wir tun es mit unseren Brennholzversteigerungen im Wald.
Brennholz ist nicht ausverkauft! Im Nachverkauf fällt eine Verwaltungsgebühr von 5 €/Ster an.
Submission
Die Werthölzer aus unserer jährlichen Holzernte vermarkten wir seit langer Zeit an Säge- und Furnierwerke in einem Meistgebotsverfahren. Die Stämme werden auf einem zentralen Lagerplatz angeboten, der beim Offenburger Ei im ehemaligen Munitionslager liegt, und zur Submission ausgeschrieben. Es beteiligen sich verschiedene private, kommunale und staatliche Waldbesitzer mit ihren Hölzern.
Wer sich für die Verwendung und Vermarktung unserer wertvollen Stämme interessiert ist herzlich eingeladen zum öffentlichen Pressetermin am Donnerstag, 05. März um 16:00 Uhr auf dem Submissionsplatz im Offenburger Wald. Der Zugang über L 98 bei Langhurst ist ausgeschildert. Man erfährt manch Wissenswertes über Wald und Holz und kann bei Waldspeck-Bewirtung mit den Förstern ins Gespräch kommen.
Pflanzaktionen
Wer Holz nutzt muss auch Bäume pflanzen!
Wer den Wald nutzt als Erholungsraum muss auch Bäume pflanzen!
Wer sauberes Trinkwasser aus dem Wald nutzt muss auch Bäume pflanzen!
Wer die Artenvielfalt im Wald zu schätzen weiß muss auch Bäume pflanzen!
Es gibt noch viel mehr Gründe Bäume zu pflanzen…
Wir tun es! ZUSAMMEN!
An einem Samstag im MÄRZ, Termin geben wir noch bekannt…
Es ist auch „DEIN“ Wald! Es ist auch „DEIN“ Dorf!
Euer Förster Gunter Hepfer
Waldrandpflege
Herbstzeit – Holzerntezeit!
Die ersten Bäume liegen bereits, allerdings nicht in unseren planmäßigen Durchforstungen, sondern in der Waldrandpflege, die wir in Zusammenarbeit mit der Forstlichen Forschungs- und Versuchsanstalt Freiburg neu denken und an zwei Pilotprojekten umsetzen: Zum einen am Waldrand im Altenheimer Gewann Stockacker und zum anderen im Ichenheimer Gewann Abtsrain. Sinn und Ziel der Maßnahmen sind die Verbesserung der Habitatqualität für Lichtwaldarten und dadurch ein Gewinn für die Artenvielfalt im Übergangsbereich zwischen Offenland und Wald.
Um die Strukturvielfalt zu bewahren und weiter zu verbessern wollen wir den Waldrand Abtsrain im Sommer und Herbst künftig regelmäßig beweiden: „Naturschutz durch BISS & SCHISS“.
Es ist auch DEIN Wald der Artenvielfalt!
Herzliche Grüße aus dem bunten Herbstwald
Ihr Förster Gunter Hepfer
Artenschutz durch Waldrandgestaltung
Pflanzaktion
Unter dem Motto „Es ist auch DEIN Wald“ pflanzten am vergangenen Samstagmorgen über 60 Helferinnen und Helfer im Ichenheimer Rheinwald nördlich der Ichenheimer Kehle. Erfreulich viele junge Familien plus Großeltern waren am Start: rund 20 Kinder wuselten auf den Pflanzflächen herum.
Und am Nachmittag ging's gleich weiter. Die 4. Mannschaft des TUS Altenheim engagierte sich auch in unseren Gemeindewald.
Insgesamt fanden rund 1300 junge Bäumchen eine neue Heimat auf den Hiebsflächen des vergangenen Winters. Dort standen zuvor durch Eschentriebsterben schwer pilzgeschädigte Eschen und durch Klimawandel dürregeschädigte Pappeln, die gefällt werden mussten. Gepflanzt wurde aufgrund der Klimaveränderung ein Eichenmischwald aus wärmetoleranten Baumarten: Eichen, Flatterulmen, Linden, Elsbeeren, Wildbirnen, Feldahorne, Nussbäume, Schwarz- und Silberpappeln. Aus der Naturverjüngung erwarten wir noch Eschen, Ahorne, Traubenkirschen und Hasel sodass ein bunt gemischter Wald aus vielen Baum- und Straucharten entstehen wird. Viel stehendes und liegendes Alt- und Totholz prägt den Charakter und die Artenvielfalt unseres Rheinwalds, „eine Spur wilder“ eben!
Viele Hände - schnelles Ende: Bald waren die Bäume gepflanzt. „Alle gehen heute zufrieden mit einem Lächeln auf den Lippen nach Hause, wir haben heute in einer schönen Gemeinschaftsaktion mit drei Generationen ein kleines Stück Heimat für die Zukunft gestaltet“, stellte Förster Gunter Hepfer beim großen Dankeschön fest. Auch Bürgermeister Tobias Uhrich war begeistert über den Zuspruch, den die Pflanzaktion auch dieses Mal wieder erfahren hat.
Zum Abschluss bewirteten Kämmerer Andreas Delfosse als „Serien- und Auftrags-Griller“ und Lutz Feißt mit Waldspeck und Würstle am Lagerfeuer.
NeuriedCARD's gab es noch zu gewinnen. Ohrenspitzen hieß es bei einem Vogelstimmenquiz: „Es war die Nachtigall und nicht die Lerche…“.
Bei herrlicher Vorfrühlingsatmosphäre mit Vogelgezwitscher und Spechttrommeln gab es noch manches gute Gespräch am Lagerfeuer im Ichener Rhinwald.














