Erstelldatum03.02.2026
Aktuelle Ausstellung von Antje König im Rathaus Altenheim
„Fotografie trifft Friseurkunst – Bewegende Portraits aus dem mobilen Alltag“
Mit der Ausstellung von Antje König ist im Rathaus aktuell eine besondere fotografische Arbeit zu sehen. Die Ausstellung wurde kürzlich eröffnet und kann ab sofort während der regulären Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden.
Antje König, die in Neuried-Altenheim lebt, verbindet in ihrer Arbeit zwei auf den ersten Blick unterschiedliche Welten: die Fotografie und ihren Beruf als mobile Friseurin. Seit mehreren Jahren begleitet sie ihre Kundinnen und Kunden nicht nur mit Schere und Kamm, sondern auch mit der Kamera. Entstanden sind eindrucksvolle, sehr persönliche Portraits, die mitten im Alltag aufgenommen wurden – in Wohnzimmern, Küchen, auf Balkonen oder im Freien.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen nicht Frisuren oder Mode, sondern die Menschen selbst. Die Fotografien erzählen von Nähe, Vertrauen und kleinen Ritualen des Alltags. Sie zeigen Momente, die oft beiläufig erscheinen, bei genauerem Hinsehen jedoch eine große Würde und emotionale Tiefe entfalten. Gerade diese unaufgeregte Ehrlichkeit macht den besonderen Charakter der Bilder aus.
Ausgangspunkt für die heutige Werkserie war eine Begegnung im Jahr 2017: Eine damals 92-jährige Kundin fragte Antje König, warum sie eigentlich nicht das fotografiere, was sie tagtäglich bei ihrer Arbeit erlebe. Aus dieser Frage entstand das erste Bild der Serie – und letztlich ein Projekt, das den Menschen in seiner vertrauten Umgebung in den Fokus rückt. Für kurze Zeit wird jeder Ort zum Salon, jeder Raum zur Bühne für Begegnung.
Die Ausstellung macht sichtbar, wie viel soziale Bedeutung in einem Beruf steckt, der im Alltag oft als reine Dienstleistung wahrgenommen wird. Antje König versteht ihre fotografische Arbeit auch als Einladung, genauer hinzusehen und den Wert solcher Tätigkeiten neu zu entdecken.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die Ausstellung im Altenheimer Rathaus zu besuchen und sich Zeit für die Bilder und ihre Geschichten zu nehmen.

